Alpen 2008
Dies war eine wirklich große Alpentour. Durch fünf Länder, Schweiz, Lichtenstein, Österreich, Italien und Frankreich und alleine 4.300 km die wir in den Alpen und etwas darüber hinaus zurück gelegt haben. Eine genial verrückte Tour ohne Ruhetag, ohne Besichtigungen, einfach nur fahren und das 13 Tage lang.

 


Lörach Bahnhof
Gestartet sind wir in Lörrach nachdem wir mit dem Autoreisezug aus Hamburg angekommen sind. Das Wetter empfing uns bedeckt und in der Schweiz kam dann auch der zu erwartende Regen, bis zum Abend blieb er auch unser immer wiederkehrender Begleiter.
Das Wetter am nächsten Tag war dafür perfekt, Sonne satt und angenehme Temperaturen. So blieb es auch bis zum Ende, erst auf der Rückfahrt holte uns der Regen wieder ein. Aber lieber so als umgekehrt. Zeitweise hatten wir sogar bis zu 31° C und kamen ganz schön ins schwitzen, selbst auf den Pässen war es häufig recht warm, da muss man sich nicht wundern das die Gletscher abschmelzen.
Alpenteam
Im ersten Teil der Tour waren wir zu viert unterwegs. Jörn, Markus, Olaf und ich bildeten das "Team". Vorab war schon abgesprochen das Jörn und Markus nicht die ganze Tour mitmachen werden, nach 8 Tagen sind die beiden wieder zurück in den Norden gefahren und Olaf und ich haben uns auf den Weg gemacht nach den Alpen in der Schweiz, Österreich und Italien auch noch die Westalpen in Frankreich abzufahren, über die Route des Grands Alpes fuhren wir bis nach Menton auf einen Cafe au Lait am Meer. Wir waren dabei so gut im Rennen das wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Grand Canyon du Verdun dazwischen schieben konnten. An Grenoble vorbei und durch das Haut-Jura steuerten wir die Autobahn in Süddeutschland an. Von da aus ging es dann wieder in den Norden.
Timmelsjoch
Die Tour führte uns über 53. Pässe, einige kleine Pässe auf dem Rückweg bekomme ich nicht mehr zusammen, da sie aber unter 1.000 m hoch waren sind sie ja auch nicht wirklich erwähnenswert. Hier die Reihenfolge unser Pässe:
1. Hulftegg, CH, 953m
2. Furkajoch, A, 1.761m
3. Silvretta Hochalpenstraße, Bielerhöhe, A, 2.036m
4. Albergpass, A, 1.793m
5. Flexenpass, A, 1.773m
6. Hahntennjoch, A, 1.894m
7. Pillerhöhe, A, 1.894m
8. Kühtaisattel, A, 2.017m
Hochtor 9. Timmelsjoch, A/I, 2.474m
10. Jaufenpass, I, 2.099m
11. Brennerpass, I/A, 1.375m
12. Gerlospass, A, 1.507m
13. Großglockner Hochalpstraße, Hochtor, A, 2.507m
14. Iselsbergpass, A, 1.208m
15. Gailbergsattel, A, 982m
16. Kartitscher Sattel, A, 1.525m
17. Passo Tre Crocci, I, 1.805m
18. Passo di Giau, I, 2.233m
19. Passo Fedaia, I, 2.057m
Sella 20. Passo Pordoi, I, 2.238m
21. Passo Campolongo, I, 1.875m
22. Grödner Joch, I, 2.121m
23. Sellajoch, I, 2.244m
24. Passo Pellegrino, I, 1.918m
25. Passo di Valles, I, 2.033m
26. Passo di Rolle, I, 1.984m
27. Passo di Cereda, I, 1.369m
28. Passo Duran, I, 1.601m
29. Forc. Staulanza, I, 1.773m
30. Karerpass, I, 1.745m
Isaron 31. Passo di Laraze, I, 1.805m
32. Passo di Croce Domini, I, 1.892m
33. Gavia-Pass, I, 2.621m
34. Stilfser Joch, I, 2.758m
35. Reschenpass I/A, 1.507m
36. Ofenpass, CH, 2.149m
37. Forc. di Livigno, I, 2.315m
38. Bernina Pass, CH, 2.328m
39. Albulapass, CH, 2.312m
40. Oberalppass, CH, 2.044m
41. Furkapass, CH, 2.431m
Izoard 42. Großer St. Bernhard Pass CH/I, 2.469m
43. Col du Petit St. Bernhard, I/F, 2.188m
44. Col de l'Iseran, F, 2.770m
45. Col du Telegraphe, F, 1.566m
46. Col du Galibier, F, 2.642m
47. Col du Lautaret, F, 2.057m
48. Col d' Izoard, F, 2.360m
49. Col de Vars, F, 2.108m
50. Col de la Cayolle, F, 2.326m
51. Col de Valberg, F, 1.672m
52. Col de Turini, F, 1.604m
Menton
Danach kamen noch ein oder zwei kleinere Pässe die ich aber nicht mehr zusammen bekomme, anschließend beendeten wir die Route de Grand Alpes in Menton. Auf dem Rückweg überquerten wir noch den Col de la Croix Haute als 53. Pass. Anschließend folgten noch ein paar kleine Col's die aber wegen schlechtem Kartenmaterial unerwähnt bleiben müssen.

Am besten haben mir die Pässe und Strecken in Frankreich gefallen. Der Verkehr ist um ein vielfaches geringer als in Österreich und der Schweiz, sowie Südtirol. Außerdem sind die französichen Autofahrer sich nicht zu Schade dafür Motorradfahrer bewusst vorbei zu lassen, entweder durch langsames Fahren oder sie halten sogar an. Das haben wir in den anderen Ländern so nicht erlebt.