Australien 2005
I
m August sind wir mit unserer Tochter im Bushcamper von Perth nach Darwin gefahren. Hier eine Auswahl der Fotos und ein ausführlicher Reisebericht.

 


Perth
Von Bremen gestartet, mit Zwischenstopps in Frankfurt und Singapur landeten wir am Startpunkt unser Reise in Perth, die abgelegene Millionen Metropole in Westaustralien. Von dort ging es immer in Richtung Norden. Die wichtigsten Highlights auf dieser Reise waren die Pinnacles im Nambung National Park, Monkey Mia mit den Delphinen an der Shark Bay, Coral Bay am Ningaloo Reef mit Walen und Meeresschildkröten, der 80 Miles Beach im Nirgendwo zwischen Port Hedland und Broome, Broome selbst, die Kimberleys die wir über die Gibb River Road durchquerten. Dort der Windjana Gorge National Park, der Tunnel Creek National Park, Bell Gorge und die private El Questro Farm. Zu guter letzt machten wir noch einen Abstecher in den Kakadu National Park. Nach 5.700 km erreichten wir unser Ziel Darwin.
Roadsign
5.700 km in 25 Tagen sind viele Kilometer in kurzer Zeit. Beim nächsten Mal würde ich die Strecke deutlich kürzer wählen. Um rechtzeitig am Ziel anzukommen muss man immer seinen Zeitplan im Auge haben damit man am Ende nicht auf einmal 1.000 km Etappen fahren muss. Andererseits kann man 300 km am Tag gut fahren, bedeutet das doch in Westaustralien nur rund 3 Stunden reine Fahrzeit. Es geht immer geradeaus und der Verkehr ist so gering das man immer auf einen guten Schnitt kommt bei den erlaubten 110 km/h. Ich finde diese Entfernungen als Europäer immer faszinierend, wie zwischen Port Hedland und Broome, 650 km ohne eine Ortschaft dazwischen.
Bushcamper1
Wir sind mit einem bei Britz gemieteten Bushcamper gefahren, das Fahrzeug hat viel Spaß gemacht. Außer beim Tanken, der Durschnittsverbrauch lag zwischen 15 - 17 Liter auf 100 Kilometer und das bei einer maximal Geschwindigkeit von 110 km/h. Der Bushcamper ist ein auf Basis des Toyota Landcruisers aufgebauter Camper mit 4,2 Liter Diesel Maschine. Es können max. 2 Erwachsene und 1 Kind in dem Wagen fahren und schlafen. 2 Personen schlafen oben im Hochdach, man sollte nicht gerade an Platzangst leiden da es da oben recht eng ist, man hat aber einen schönen Blick aus den seitlichen Fenstern. Eine Personen schläft unten auf der umgebauten Sitzbank im Heck. Es ist natürlich jeden Abend ein ziemliches Geräume, Reisetaschen auf die Vordersitze packen, bloß keine Koffer mitnehmen! Dann Betten umbauen und nach oben turnen, da ist es auch von Vorteil, wenn das Gewicht und der Körperumfang nicht zu groß ist.
Bushcamper2
Wer kein Problem mit Campen hat und auch gerne im Zelt schläft hat mit dem Wagen aber kein Problem, wer aber eigentlich lieber im Hotel schläft und gerne mehr Platz hat sollte sich nach was größerem umschauen. Der große Vorteil des Bushcampers ist die Geländegängigkeit. Der zuschaltbare 4WD und die große Bodenfreiheit sorgen dafür das man nicht vor schlechten Pisten zurück schrecken muß. Weiterer Vorteil ist das Tankvolumen von insgesamt 180 Liter Diesel und 55 Liter Wasser. Mit einer Reichweite von ca. 1.000 - 1.200 km kann man beruhigt auch einsamere Outbackstrecken fahren. Leider ist der Bushcamper mit nur einem Ersatzreifen ausgestattet, das könnte durchaus zu einem Problem werden, ist es bei uns zum Glück aber nicht.