La Palma 2014
Den zweiten Teil meiner Elternzeit haben wir genutzt vor dem Bremer Winter zu fliehen und drei Wochen auf der kanarischen Insel La Palma zu verbringen. Nun erwartete uns auf La Palma zwar kein Hochsommer aber bei Frühlingshaften Temperaturen konnte man es sehr gut aushalten. Und wenn man die Zähne zusammen biss war auch ein Sprung ins Meer drin.

 


Avignon
Damit wir auch von der Insel etwas zu sehen bekommen besorgten wir uns vor unserer Reise einen Kindertragerucksack in dem unser 12 Monate alter Junior gerne Platz nahm. Aus seinem Aussichtspunkt genoss er den neu gewonnen Überblick und wir konnten die Natur La Palmas ausgiebig erkunden. Bei unseren Wanderungen beschränkten wir uns allerdings auf die leichten und mittelschweren Touren. Wobei auch bei diesen schon einige anstrengende Aufstiege zu erklimmen waren. Da ich ja schon 2006 einmal auf La Palma war freute ich mich schon auf die grüne Insel. Wir wurden nicht enttäuscht, denn La Palma begeistert mit einer abwechslungsreichen und beeindruckenden Natur. Nur mit den Bananen haben sie es etwas übertrieben. Die Plantagen breiten sich in einigen Ecken über jedes Zipfelchen Erde aus und sind dann noch zum Teil mit Folie abgedeckt.
Pellegrin
Zum Glück ist der Anbau von Bananen aber nur unterhalb von 300 Metern möglich und nicht in jeder Ecke der Insel. Von unserem Bungalow in der Nähe von El Paso an der Westküste der Insel konnten wir jeden Ort in einer bequemen Tagestour mit unserem Mietwagen erreichen. Trotzdem muss man auch für relativ wenig Kilometer viel Zeit einplanen. Die Straßen bestehen nämlich fast nur aus Kurven und die meisten Verkehrsteilnehmer pflegen einen recht ruhigen Fahrstil. Erstaunlicherweise gilt dies nicht nur für die in der Gegend umherschauenden Touristen sondern auch für die Einheimischen. Die Highlights unseres Urlaubes waren die Besuche des höchsten Gipfels, des Roque de los Muchachos mit 2.426 m. Gerade auf diesen kann bequem hinauffahren und direkt am Gipfel parken. Die Wanderung auf der Vulkanroute bis zum Krater des Hoyo Negros. Die Ausblicke vom Aussichtspunkt "Torre del Time" und die kleine aber feine Wanderung rund um La Cumbrecita mit Blick in die Caldera de Taburiente.
Verdon
Nun besagt ja eine Fotografenregel, dass man von 10:00 bis 16:00 Uhr keine Fotos machen soll weil dann die Sonne zu hoch steht und das Licht zu grell ist usw. Leider läßt es sich auf Reisen häufig nicht vermeiden, dass man zu der Zeit doch unterwegs ist. Es sei denn man hat immer drei Monate Zeit, dann kann man ja auf das beste Licht warten. Ich habe jedenfalls versucht das Beste aus der jeweiligen Lichtsituation zu machen, auch um 12:00 Uhr Mittags. Dafür hatten wir Glück mit der Reisezeit und die Mandelblüte sorgte für viele weiße Tupfer in der Landschaft. La Palma ist genau die richtige Insel für alle die dem typischen Pauschalurlaub nichts abgewinnen können.