Lago Maggiore 2012
Wie verbringt man seine letzten Urlaubstage als Norddeutscher, wenn man noch ein paar Tage länger Sommer haben möchte aber in Bremen schon der Herbst eingekehrt ist? Man macht sich auf in den Süden, überquert die Alpen und erfreut sich dort an den noch sommerlichen Temperaturen. Also auf in die Region um den Lago Maggiore und das Zelt am ruhigeren Lago di Mergozzo aufgestellt.

 


Mergozzo
Nach einer ersten kalten Nacht in Bayern, im Zelt, war die weiterer Anreise bei traumhaftem Wetter durch die Schweiz etwas zum Geniessen. Über den S. Bernadino Pass ging es über die Alpen und dann in einer langen Autoschlange entlang des Lago Maggiore zum kleinen Lago di Mergozzo. Die Wohnmobilfahrer neben uns freuten sich auch gleich über uns Basiccamper die noch ein Zelt benutzten. Der Trubel war in der Nachsaison auch schon am großen Lago Maggiore erträglich aber der kleine Ort Mergozzo am gleichnamigen kleinen See war dann noch entspannter. Eine erste Tour in der Region führte uns in den kleinen, touristisch sehr herausgeputzten Ort Orta, am Lago di Orta. Unwissenderweise trafen wir auf dem Hügel des Ortes sogar auf ein Unesco Weltkultur Erbe. Zwischen 1591 und 1770 wurden hier 20 Kapellen erbaut die vom Leben von Franziskus von Assisi erzählen. Für alle Fans des italienischen Schutzpatron sicher sehr beeindruckend, wir haben zumindestens die Aussicht genossen.
Verzasca Tal
Ein landschaftlicher Höhepunkt in der Region ist das Verzasca Tal das am nördlichen Ende des Lago Maggiore um die Ecke von Locarno in der Schweiz zu erreichen ist. Der Verzasca hat an einigen Stellen die Felsen in beeindruckender Art und Weise rund geschliffen und das Gestein zeigt sich in irren Formen und Farben. Überraschenderweise ist das Tal aber gar kein Geheimtipp und somit waren auch einige andere Touristen mit uns zusammen unterwegs. Und wenn die Touristen schon mit dem eigenen Auto kommen, dann soll sie natürlich auch fürs Parken bezahlen. Ich weiß zwar gar nicht wie hoch die Strafe für ein nicht bezahltes Ticket ist aber der Ruf der Schweizer eilt ihnen in solchen Dingen voraus, daher habe ich brav fürs Parken bezahlt. Aber egal, wer schon mal in der Gegend ist sollte das Verzasca Tal besuchen und die 25km bis zum Ende durchfahren.
Bergpanorama
Einige Tage hing über dem Lago Maggiore immer Dunst und die Sicht war entsprechend schlecht. Als sich der Tag mit guter Sicht ankündigte, sind wir nach unserem Frühstück, vor dem Zelt am See, aufgebrochen den Gipfel des Mottarone zu erklimmen. Das ist allerdings ganz einfach, entweder man nimmt die Seilbahn oder fährt einfach die Straße auf den Gipfel hinauf. Oben angekommen konnten wir einen tollen Rundumblick auf den Lago Maggiore, Lago di Orta und die kleineren Nachbarseen geniessen. Nachdem unsere ruhigen Tage am Lago di Mergozza vorbei waren sind wir wieder durch die Schweiz in Richtung Norden gefahren. Um ein wenig Abwechslung zu haben ging der Rückweg über den Simplon- und Furka-Pass. Leider wollte sich das Wetter nicht mit blauem Himmel präsentieren aber auch die Regenwolken hatten etwas. Achso, wer auf den Fotos das Motorrad vermisst, wir waren mit dem Auto unterwegs. Da habe ich mich gar nicht über die Tempolimits geärgert.