Madeira 2014/15
Was machen wir denn Sylvester? Die alljährliche Frage habe ich dieses Mal mit "lass uns doch wegfahren" beantwortet. Wohin? Es sollte wenigstens frühlingshaft sein und der Flug nicht zu lange, weil wir unseren Kleinen nicht zu sehr quälen wollten. Also blieben eigentlich nur die Kanaren oder Madeira und damit ist es Madeira geworden, weil wir ja schon Anfang 2014 auf La Palma waren.

 


Avignon
Wir haben übers Internet ein super Haus gefunden noch schnell einen Mietwagen dazugebucht, wie der Kindersitz kostet nochmal fast 50 Euro extra für 2 Wochen? Naja ohne geht's halt auch nicht, gutes Geschäft für den Verleiher, zweimal vermietet und schon ist der Kaufpreis wieder raus. Nach unser Ankuft am Flughafen von Funchal geht die Übergabe rasch und wir machen uns auf die gut einstündige Fahrt zu unserem Ziel an der Südwestküste in der Nähe von Calheta. Eine gute Ausgangsbasis um von dort in Tagestouren die Insel zu erkunden. Wobei ich vorher nicht gedacht hätte, dass Madeira so groß ist. Jeden Ort der Insel per Tagestour anzufahren kann schon mal frühes Aufstehen oder spätes Heimkommen bedeuten, wobei die gefühlten 1 Million Tunnel für ein zügiges Vorankommen sorgen, zumindesten im Süden. Nur leider sieht man oft nichts von der Gegend unter Tage.
Pellegrin
Madeira hat etliche landschaftliche Höhepunkte zu bieten. Leider konnten wir nicht alle besuchen aber einige Highlights waren schon dabei. Begonnen haben wir mit den 25 Fontes bei Rabacal, die erste Wanderung , der Shuttlebus ins Tal fuhr nicht wegen Sylvester. Also alles zu Fuß, insgesamt 8,5 km und das zum Auftakt und mein Sohn ist auch nicht leichter geworden in seinem Tragerucksack, puh. Der nächste Höhepunkt führte uns auf den 1.818 Meter hohen Pico do Arieiro. Das ist aber nicht besonders schwer, da der Parkplatz fast direkt am Gipfel liegt. Wir sind dann ein Stück den Höhenweg in Richtung Pico Ruivo gewandert, mit 1.861 Meter der höchste Berg Madeiras. Allerdings nur bis zum Miradouro do Ninho da Manta, der gesamte Weg Hin- uns Zurück wäre mit meiner Fracht auf dem Rücken zu weit gewesen.
Verdon
Das Cabo Girao ist eine der höchsten Steilküsten der Welt und touristisch entsprechend aufbereitet präsentiert sich der Aussichtsbalkon an dieser. Dabei haben uns ein paar Kilometer weiter die Faja dos Padres weit besser gefallen. Per Fahrstuhl gehts es die rund 400 Meter hohe Klippe hinab und außer Gärten, ein Restaurant, ein paar Häusers ist nichts los aber die Atmosphäre dort unten am Meer war ganz besonders. Weitere Higlights ist die Hochebene Paul da Serra, die Nordküste zwischen Sao Vincente und Sao Jorge und ganz im Osten die Halbinsel Ponta de Sao Lourenco. Dazwischen immer wieder beeindruckende Ausblicke, ein endloses Netz an Wanderwegen und eine grandiose Landschaft. Im Januar ist Madeira natürlich nicht so sehr die "Blumeninsel", dafür nicht überlaufen und trotzdem sehr schön. Rein fotografisch waren die Lichtverhältnisse oft nicht so wie man es wünscht, naja war halt so.