Namibia 2010
Im November habe ich gemeinsam mit Axel und Bernd eine 2.500 km lange Endurotour durch den mittleren Westen Namibias unternommen. Axel führte uns durch spektakuläre und beeindruckende Landschaften auf dieser Highlight Tour. Das Gepäck und die Campingausrüstung transportierte Uwe im Geländewagen zu den jeweiligen Camps. Die für diese Tour zur Verfügung stehenden Suzuki DR 650 mit großem 30 Liter Tank erwiesen sich als zuverlässige und gutmütige Reisebegleiter auf den Gravel-Roads und kleineren Tracks.

 


Dead Vlei
Wir sind in Windhoek zu unserer Rundreise gestartet. Die erste Etappe führte uns südwestlich über den Spreetshoogte Pass ins sehr schön gelegende Camp Gecko. Von hier erkundeten wir in einer Tagestour den Sossusvlei National Park mit der zwischen den roten Dünen versteckten Dead Vlei Salzpfanne mit ihren abgestorbenen Bäume. Auf dieser Tagestour konnten wir unsere ersten Oryxantilopen, Springböcke und Strauße sehen. Leider mussten wir an diesem Tag in den Geländewagen umsteigen, da die National Parks nicht mit dem Motorrad befahren werden dürfen. Weiter ging die Reise quer durch die Namib Wüste und den Namib Naukluft National Park an den Atlantik. Den Namib Naukluft N.P. durften wir auf der Hauptpiste auch mit den Motorrädern durchqueren. Nach einem Zwischenstopp in der noch immer sehr deutschen Stadt Swakopmund ging es in Richtung Norden.
Messum Krater
Wir durchquerten auf einem einsamen Track den Messum Krater und campten in einem einsamen Community Camp am Rande des trockenen Ugab Rivers. Diesen querten wir am folgenden Tag und erreichten den verbrannten Berg nahe Twyfelfontein. Über Palmwag und den Grootbergpass gelangten wir in unser zwischen Granitfelsen gelegendes Community Camp Hoada. Über Kamanjab fuhren wir nun an den Rand des Etosha National Park und quartierten uns im Etosha Safari Camp ein. Am nächsten Tag konnten wir einen kleinen aber feinen Eindruck in die Tierwelt des Etosha N.P. bei einer halbtages Safari-Tour bekommen. Hier war ich aber nicht traurig in einem Geländewagen zu sitzen, Auge in Auge mit einem Löwen ist von der Sitzbank eines Motorrades dann doch etwas zu spannend. Auf dem Weg nach Otjiwarongo erlebten wir dann ein heftiges aber kurzes Afrikanisches Gewitter, ich hatte danach kein Stück trockene Klamotten mehr am Körper.
Wüstenelefanten
Die Tour führte uns anschließend wieder weiter westlich über Khorixas an den Fuß des Brandberg. Im White Lady Camp verbrachten wir wieder die Nacht am Ugab River. Am frühen Abend zog zu unserem Glück eine Gruppe Wüstenelefanten durch das Flussbett und unser Camp. Es war unheimlich beeindruckend die Elefanten aus nächster Nähe beobachten zu können. Am nächsten Morgen folgte die größte Anstrengung unser Tour, eine 1,5h Wanderung zu den steinzeitlichen Felszeichnungen der "White Lady" bei über 30°C ohne Schatten. Ich war froh wieder auf der DR zu sitzen. Der folgende sandige Track war dagegen harmlos. Über Uis fuhren wir weiter zu den Erongo Mountains und verbrachten im Erongo Plateau eine weitere Nacht. Die letzte Etappe führte uns über das Khomas Hochland wieder zurück nach Windhoek. In den folgenden zwei Tagen erkundete ich noch die Umgebung Windhoeks in zwei Tagestouren, wobei ich noch einmal 650 km zurücklegte.