Provence - Frankreich 2013
Mama, Papa + Kind = Familienurlaub. Das Ziel dafür war mit Südfrankreich schnell gefunden, da wir auf eigener Achse reisen wollten und im September noch warmes Wetter auf der Wunschliste stand. Und so packten meine Frau und ich unseren 8 Monate alten Sohn ins Auto und machten uns auf den Weg in die Provence und ans Mittelmeer.

 


Avignon
Unsere Anreise unterteilten wir in drei Etappen um nicht zu viele Kilometer an einem Tag fahren zu müssen. Am dritten Tag erreichten wir unser erstes Ziel, Avignon. Wir quartierten uns in einem Zeltbungalow auf einem Campingplatz auf der Flussinsel „Ile de la Barthelasse“ ein. Nach einem sightseeing Tag in Avignon ging es weiter in die Camargue nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Der Ort und der Strand begeisterte uns weniger, dafür umso mehr die Flamingos in dem nahe gelegenen Etang. Besonders gut lassen sie sich aus nächster Nähe im Parc Ornithologique beobachten. Die Flamingos sind dort in ihrer natürlich Umgebung und werden durch Zufütterung zum Bleiben überredet. Etliche Wege führen den Besucher durch die Sumpflandschaft.

Pellegrin
Unsere Route ging dann weiter in Richtung Cote d’ Azur. Das wir eine Woche in Cavalaire-sur-Mer verbrachten lag nicht an dem Neubaucharm des Ortes sondern eher an der günstigen Lage um von dort die Umgebung zu erkunden. Die Küstenstraße entlang des Massif des Maures bietet spektakuläre Ausblicke auf das Mittelmeer. Zwischen Hyères und Le Lavandou finden sich westlich des Cap Brégançon etliche traumhafte Strände an einem unverbauten Küstenstreifen. Damit rechnet man in dieser Gegend gar nicht und in der Nebensaison muss man die Strände auch nicht mit vielen anderen teilen. Dagegen lässt sich in St-Tropez der zur Schau gestellte Reichtum der Superreichen beobachten die mit ihren Megayachten protzen. Ich finde, dass gerade dadurch dem eigentlich charmanten Ort viel Flair verloren geht.

Verdon
Nach einer Woche Sonne, Strand, Sturm (ja der Mistral blies häufig sehr heftig) und Meer ging es ins Hinterland. Die Gorges du Verdon ist immer wieder einen Besuch wert. Nach dem ich 2008 mit dem Motorrad die südöstliche Aussichtstrecke gefahren bin nahmen wir dieses Mal die nordwestliche Route. Diese Strecke bietet deutlich spektakulärere Aussichten auf die Schlucht. Unbedingt sollte man die Runde über D23 von/bis La-Palud-sur-Verdun mitnehmen. Gekrönt wurde dies durch einige Geier die auf Beutesuche oberhalb und entlang der Felswände des Canyons kreisten. Teilweise zogen sie direkt vor uns vorbei, beeindruckend zu beobachten. Die Geier wurden erst 1999 wieder angesiedelt nachdem sie zuvor schon komplett ausgerottet waren. Zum Glück hatte ich meine Teleobjektiv dabei.

Roussillon
Weiter ging unsere Rundreise nach Roussilon, sicher einer der meistbesuchten Orte der Provence. Wir blieben direkt in dem Ort in einem kleinen charmanten Hotel. Dadurch hatte ich Gelegenheit die Ockersteinbrüche zweimal zu besuchen. Meine Idee im Abendlicht dort zu fotografieren stellte sich als große Enttäuschung heraus. Die Ockerfelsen lagen nämlich fast komplett im Schatten. Also stiefelte ich am nächsten Vormittag noch einmal los und konnte dann auch Fotos in vernünftigem Licht machen. Ansonsten ist Roussilon ein kleiner netter, natürlich auch rausgeputzter, Ort. Gerade gegen Abend, wenn die Tagestouristen verschwunden sind lohnt sich der Gang durch die kleinen Gassen. 

Ventoux
Alleine in dieser Ecke der Provence kann man einen ganzen Urlaub verbringen. Etliche sehenswerte Orte und landschaftliche Höhepunkte warten auf einen Besuch. Unsere Zeit aber war nicht unendlich und daher machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Bevor wir aber wieder auf die Autobahn „Route de Soleil“ kamen, überquerten wir noch den Mont Ventoux und blieben noch eine Nacht Grignan. Einer der unzähligen sehenswerten Orte und das prächtigste Renaissanceschloss der Provence steht dort auch.