Teneriffa 2016
So langsam wird die Winterflucht zur Gewohnheit, eine schöne Gewohnheit. In diesem Jahr ging es Ende Januar, Anfang Februar nach Teneriffa. Teneriffa ist eine Insel der zwei Gesichter. Zum Einen Massentourismus in Reinkultur, zum Anderen einmalige und zum Teil außergewöhnlich schöne Landschaften. Ich habe mich mehr dem schönen Gesicht der Landschaft gewidmet.

 


Ausblick
Nach etwas Sucherei im Internet, nach der richtigen Unterkunft, fanden wir einen kleinen aber feinen Bungalow im sonnigen Süden der Insel. Oberhalb der kleinen Ortschaft Los Menores auf ca. 300m Höhe. Das letzte Haus am Ende einer steilen Straße, die unser Mietwagen nur im ersten Gang schaffte. In absoluter Ruhe konnte wir den Blick auf's Meer, La Gomera und die an der Küste liegenden Massenunterkünfte genießen. Ein ganz privater Mirador. Wenn man mit einem kleinen Kind unterwegs ist, muss man natürlich immer Kompromisse eingehen. So versuchten wir immer Landschafterlebnisse und Strandbesuche an einem Tag zu kombinieren, so hatten wir alle etwas vom Tag. Teneriffa ist fast schon zu groß um jeden Ort über eine lockere Tagestour zu erreichen. Und so kamen wir auch des öfteren erst im Dunkel nach Hause. Meistens empfing uns ein schöner Sternenhimmel.
Teide
Mehrfach besuchten wir den Teide National Park. In dieser grandiosen Vulkanlandschaft könnte ich einen ganzen Urlaub verbringen. Die 27,- Euro teure Seilbahnfahrt auf 3.550 Meter Höhe sollte man sich unbedingt gönnen. Das wunderschöne Anaga Gebirge im Norden konnten wir nur einmal besuchen, da die Fahrt vom Süden aus doch recht lang ist. Leider war es an dem Tag recht bewölkt und so waren die Ausblicke oft etwas eingetrübt. Zum Abschluss der Kurverei über die Panoramastraße TF-12 kann man perfekt am künstlichen aber trotzdem schönen Playa de las Teresitas relaxen. Ein letztes Mal hatten wir für unseren inzwischen nicht mehr ganz so kleinen Sohn den Tragerucksack dabei und konnten einige Wanderungen machen die uns auch die Landschaft abseits der Straßen erschloss. Sein Gewicht plus Rucksack hat jetzt aber die Grenze dessen erreicht was ich noch tragen kann.
Buenavista
2003 war ich das erste Mal auf Teneriffa und hatte damals, auch im Februar, nicht das Gefühl das besonders viel los war. Das scheint sich geändert zu haben oder meine Erinnerung war etwas verblasst. Es sind unheimlich viele Menschen dort und auch im Teide N.P. ist man vor den Massen nicht sicher. Es kann passieren, dass man zu den Stoßzeiten keinen Parkplatz bekommt an manchen Aussichtspunkten. Einen Ort zu finden den man nicht mit etlichen anderen Touristen teilt ist fast unmöglich. Einmal ist es uns aber durch Zufall gelungen. In Buanavista del Norte versuchten wir ans Meer zu gelangen und landeten nach etwas Sucherei, am Rande von Bananen Plantagen, an einem einsamen Naturschwimmbecken. Nur ein Einheimischer der dort zweimal täglich schwimmen geht und drei ältere Herren hielten sich dort kurz auf. Kein Wunder, es gab dorthin keine Ausschilderung.