Reisebericht - Norwegen 2021
 
Auf die Lofoten + Vesterålen und entlang der Helgelandsküste zurück

21.07.2021 Bremen – Lomma, 632 km
Wir starten um 13:30 Uhr in Bremen und fahren über die A1 in Richtung Hamburg. Wir haben Glück und kommen ohne Stau durch den Elbtunnel. Hinter dem Elbtunnel stockt der Verkehr in der Baustelle der A7 etwas aber danach geht es ohne weitere Verzögerung in Richtung Flensburg und dänische Grenze. In Harislee tanken wir noch einmal nach und überqueren ein paar Kilometer später die Grenze nach Dänemark. Der Grenzbeamte winkt uns einfach durch und es geht weiter nach Kolding, dort wechseln wir auf die Autobahn nach Kopenhagen. Wir haben uns für den Weg über die Storebaeltbrücke und die Öresundbrücke entschieden wegen der aktuellen Corona Einreisebestimmungen in Norwegen. Als wir Kopenhagen erreichen ist nicht mehr viel Verkehr und auf der Öresundbrücke sind wir fast alleine unterwegs. An der schwedischen Grenze kontrolliert niemand und so steuern wir hinter Malmö in Lomma einen Parkplatz an der Ostsee an, den wir auf Park4Night gefunden haben. Über Nacht bis max. 24h beträgt die Parkgebühr 10 Euro, eine saubere öffentliche Toilette ist in der Nähe am Strand.

22.07.2021  Lomma – Hoysand, 461 km
Sonja und Junis starten den Tag mit einem Bad in der Ostsee, ich räume in der Zeit alles in den Nugget. Um halb elf starten wir in Richtung Norwegen. Nach einem Stau und ein paar Pausen sind wir kurz vor 16:00 Uhr an der norwegischen Grenze. Langsam geht es im Stau voran, nach ca. 45 Minuten erreichen wir die Kontrolle. Der Grenzpolizist fragt: „Deutsch?“ „Ja“. Wir können passieren. Keine Ausweiskontrolle, kein Check unser COVID Impfung. Das war am Ende dann ganz einfach. Wir fahren nur noch ein kleines Stück bis nach Hoysand und buchen uns auf dem dortigen Campingplatz ein. Der Stellplatz kostet incl. Duschen 37 Euro. Am Abend gehen wir noch am Wasser entlang zum toll angelegten Badeplatz von Hoysand und glücklicherweise folgen wir den Hinweisschildern den Hügel hinauf zum Ausblick, von dort oben haben wir einen fantastischen Blick über die Bucht und die tiefstehende Sonne taucht alles in ein warmes Licht.


23.07.2021 Hoysand – Kvitsand, 263 km

Wir starten den Tag mit dem Frühstück und gehen anschließend eine Runde im Meer baden. Nach einer kurzen Dusche packen wir wieder alles zusammen und fahren los. Über die RV 22 geht es nach Rakkestad und weiter über Mysen nach Lillestrøm. Diese Strecke ist auch eine schöne Motorradstrecke, die sich kurvig durch das hügelige Land schlängelt. Auf der Karte sah es aber so aus, dass die Straße ab Mysen die meiste Zeit an einem langgestreckten See entlangführt. Das tut sie im Prinzip auch aber in einiger Entfernung oberhalb. Teilweise eröffnen sich schöne Ausblicke auf das Wasser aber es gibt leider keine Gelegenheit für ein Foto anzuhalten. Ab Lillestrøm fahren wir wieder auf die E6, die bis hinter Lillehammer als Autobahn ausgebaut ist. Bei Moelv verlassen wir die E6 und biegen auf die FV 213 ab die am östlichen Ufer des langgestreckten Mjøsasees entlang führt. Einige Kilometer weiter habe ich über die Park4Night App eine Übernachtungsmöglichkeit ausgemacht. Eine Schotterstraße bringt uns zum Badeplatz Kvitsand. Wir finden auf dem Wendepunkt ganz am Ende der Bucht einen tollen Platz für die Nacht. Früher war hier vielleicht ein Sägewerk oder Bergbau, es finden sich im Wald noch alte Schienen und die Reste einer Verladestation. Für Junis ist das eine tolle Entdeckung und nach einer Tour durch den Wald gehen wir im See baden. Das Wasser ist aber deutlich kälter als im Meer. Wir sitzen am Abend noch lange draußen und genießen das warme Sommerwetter, wir hatten heute bis zu 25 Grad.

24.07.2021 Kvitsand – Oppdal, 248 km
Am Morgen frühstücken wir im Sonnenschein und blicken auf den See. Sonja verabschiedet sich von dem schönen Platz mit einem Bad im See, Junis und ich erkunden noch einmal die alte Gleisanlage.
In Richtung Lillehammer geht es erst ein paar Kilometer über die Schotterstraße bis wir wieder die FV 213 erreichen. Ab Lillehammer folgen wir wieder der E6. Von Dombas an geht es erstmal stetig bergauf aufs Dovrefjell. Spontan machen wir einen Abstecher in den Fokstumyra Nationalpark und wir entschließen uns eine kleine Wanderung zu machen. Zuerst wollen wir nur 1,5 km zum Aussichtsturm gehen. Dort treffen wir ein holländisches Pärchen, das uns auf zwei Elche in weiter Entfernung aufmerksam macht. Ich kann sie selbst mit meinem 400er Tele nur schwer erkennen. Wir wollen daher den Rundweg fortsetzen und folgen weiter dem Plankenweg. Der Weg geht in einen normalen Trampelpfad über und ich entdecke wieder einen Elch.  Während wir diesen beobachten kommt eine ganze Gruppe Elche auf die Lichtung, angeführt von einem großen Elch mit dem typischen Schaufeln des Geweihs. Erst nach fast 3 Stunden und 7 km erreichen wir wieder den Parkplatz. Wir sind total durchgeschwitzt, selbst hier auf rund 1.000 Meter Höhe sind es 24 Grad. Wir sind erst ein paar Kilometer gefahren als wir an einem See vorbeikommen in dem einigen Leute baden. Spontan halte ich an und wir gönnen uns auch eine Erfrischung in dem kalten Wasser. Mir bleibt fast der Atem weg als ich untertauche aber nach der schwitzigen Wanderung ist es genau das Richtige. Die E6 neigt sich nun wieder bergab und führt durch eine grandiose Landschaft. Vor Oppdal wird das Tal wieder weitläufig und saftig grün. In Oppdal kaufen wir das erste Mal ein. Ich bin vom moderaten Preisniveau des Kiwi Supermarktes positiv überrascht, nur die Gurke für 2,00 Euro ist ziemlich teuer. Wir übernachten auf einem kleinen Campingplatz kurz hinter dem Ort.

25.07.2021 Oppdal – Steinkjer, 269 km
Je näher wir von Oppdal in Richtung Trondheim kommen, je „langweiliger“ wird die Landschaft. Zwar ist Trondheim sehr sehenswert aber auf dieser Reise lassen wir die Stadt links liegen und streifen auf der E6 nur die Außenbezirke. Wir fließen mit dem Verkehr mit der in einer endlosen Autoschlange nach Norden strömt. Durch die relativ niedrige erlaubte Geschwindigkeit von max. 80 oder 90 km/h erreicht die Schlange aber immer die maximal erlaubte Geschwindigkeit, egal ob LKW oder Wohnmobil in Front. Im Nugget ist es mir egal aber auf dem Motorrad würde ich mich auf dieser Teilstrecke langweilen. Ein paar Kilometer vor Steinkjer biegen wir auf die FV 762 ab und folgen der Ausschilderung zu einem Badeplatz. Wir landen an einem netten Wohnmobilstellplatz. Eigentlich wollen wir gerne bleiben aber die Mädels am benachbarten Kiosk können nicht mit dem Bezahlen weiterhelfen und die stechende Sonne bewegt uns doch zum Weiterfahren. Am Ortsrand von Steinkjer gibt es an der Paradiesbucht einen großen Parkplatz, für 3 Euro je 24h. Wir baden zuerst, kochen dann an einer Picknickbank am Wasser unser Abendessen. Bis 22:00 Uhr bleiben wir noch sitzen und krabbeln dann in den Nugget zum Schlafen. Auf dem Parkplatz haben sich noch einige weitere Übernachter eingefunden.

26.07.2021 Steinkjer – Strendene, 224 km
Wir frühstücken am Strand, Sonja und Junis nehmen noch ein Bad im Meer und dann starten wir in die nächste Etappe in Richtung Norden. Ab Steinkjer ist die Landschaft wieder richtig schön. Kurz vor der Ortschaft Gronk nehmen wir den Abstecher zum Formofossen Wasserfall. Der Wasserfall ist vom Parkplatz über einen kurzen Fußmarsch zu erreichen und sehr eindrucksvoll. Die Gischt bildet einen schönen Regenbogen. Nach etlichen Fotos fahren wir weiter. Am Rastplatz Tronsdalen halten wir, man kann dort schön am Fluss entlanglaufen aber uns ist dann doch mehr nach einem richtigen Essen und wir fahren weiter und schauen nach einem Imbiss. Beim Joker Brekkvasselv finden wir ihn. Sonja und ich teilen uns eine große Pizza für 22 Euro, naja die Qualität ist mäßig aber wir werden beide satt und Junis ist mit seinen Chicken Nuggets und Pommes auch zufrieden. Wir überqueren am Nordlandtor den Übergang von der Region Nordtrøndelag zur Region Nordland. Am Lille Majavatnet See halten wir an einem Camping und Badeplatz, Sonja und Junis baden kurz und wir überlegen dort auch zu übernachten. Aber die schönen Plätze sind schon alle belegt und wir haben immer noch gar kein Bargeld das man hier in einem Umschlag hinterlassen muss. Wir suchen uns daher einen anderen Platz und finden über Google Maps eine viertel Stunde entfernt einen Platz abseits der E6 der sehr schön am Fluss gelegen ist. Das Wlan reicht sogar bis zu unserem Stellplatz und so kann ich bequem vom Laptop aus für den nächsten Tag die Fähre von Bodø auf die Lofoten buchen.

27.07.2021 Strendene – Bodø, 376 km
Das erste Mal auf dieser Reise haben wir uns einen Wecker gestellt. Heute haben wir eine lange, ca. fünfstündige Fahrt bis Bodø vor uns. Wir starten kurz nach 9:00 Uhr. In Mo i Rana kaufen wir noch etwas Obst und Gemüse ein, dann geht es in Richtung Polarkreis. Schon die Strecke dorthin ist landschaftlich sehr schön und wird mit der Fahrt auf das Saltfjellet noch schöner. Am Polarkreis stoppen wir, wie fast alle Reisende, am Polarcircle Center und machen ein obligatorisches Foto. Es sind hier auf ca. 650 Höhe 24 Grad, verrückt. Mit der Abfahrt herunter vom Fjell ändert sich die Landschaft wieder total. Vor Fauske führt die E6 nun permanent am Saltsdalsfjord entlang und bietet tolle Ausblicke. In Fauske tanken wir und erstaunlicher Weise ist er hier der Diesel mit 1,40 Euro verhältnismäßig günstig, unterwegs lag er auch schon mal bei 1,72 Euro. Wir verlassen nun die E6 und fahren weiter am Meer entlang nach Bodø. An einem grobkiesigen Strand machen wir eine längere Pause und kühlen uns im Fjord ab. Ein älterer Norweger spricht uns an, weil es ihn überrascht an diesem Ort eine andere Sprache als Norwegisch zu hören. Er erzählt uns, dass er das erste Mal mit 3 Monaten an diesem Strand war, sein Vater hatte eine Hütte oberhalb der Straße.
In Bodø müssen wir noch ein wenig auf die Fähre warten. Pünktlich legt sie um 18:45 Uhr ab und wir erreichen den kleinen Hafen von Moskenes um 22:00 Uhr. Wir fahren noch ein paar Kilometer bis nach Reine. Der kostenlose, kleine Parkplatz an der E10 ist total voll und somit bleibt uns nur der große Stellplatz am Hafen von Reine. Dieser Parkplatz ist recht teuer, von 15:00 bis 8:00 Uhr 25 Euro und von 8:00 bis 15:00 Uhr 20 Euro. Dafür ist der Ausblick grandios. Wir sitzen noch bis halb eins draußen und genießen die Aussicht. Die Sonne ist erst um halb zwölf untergegangen und der Himmel ist immer noch wolkenlos.

28.07.2021 Reine – Fredvang, 36 km
Um 3:45 Uhr wache ich das erste Mal wieder auf und die Sonne scheint schon, es ist fantastisches Licht und ich denke, dass ich zum Fotografieren aufstehen muss aber ich bin noch zu müde. Um kurz nach fünf wache ich das nächste Mal auf und das Licht draußen ist noch genauso schön. Sonja wird durch mein Gewühle nach der Kamera auch wach und kommt mit nach draußen. Nachdem wir eine Stunde draußen fotografiert haben legen wir uns noch einmal hin aber um halb acht kann ich nicht mehr schlafen und setze mich ans Wasser und genieße beim Kaffee kochen den unglaublichen Ausblick auf Reine und die Berge. Nach dem Frühstück brechen wir zur Wanderung auf den Reinebringen auf. Junis streikt schon nach den ersten 100 von 1.600 Stufen. Zum Glück lässt er sich auf eine Abenteuer Geschichte ein und wir machen uns auf den Weg das Portal auf dem Gipfel zu erreichen um zu unserem Raumschiff zu gelangen, dabei werden wir von Marsianern verfolgt. Der Aufstieg ist trotzdem sehr anstrengend, die Sonne brennt und es ist windstill. Immer wieder machen wir eine Pause. Nach den Stufen folgt noch ein 100 Meter langes Stück über den Hang, dann haben wir den Aussichtspunkt erreicht. Der Ausblick ist so schön, wie man es von vielen Fotos bereits kennt. Der Abstieg ist zwar einfacher aber unten angekommen fühlen sich meine Beine wie Pudding an. Junis war bergab am schnellsten unten. Zur Belohnung für die bestandene Wanderung gibt es ein großes Softeis.
Wir verlassen Reine und fahren auf der E10 in Richtung Ramberg. Nach ein paar Kilometern ziehen Wolken vom Meer herüber, kurze Zeit später ist es komplett zugezogen. Wir stoppen am Strand von Ramberg und überlegen wie wir weiter vorgehen. Da der Campingplatz in Ramberg relativ teuer ist halten wir es für eine Verschwendung im Nebel dort zu bleiben. Wir fahren nach Fredvang, dort gibt es einen günstigen Parkplatz. Als wir ankommen finden wir ihn aber wenig einladend für eine Übernachtung. Wir ziehen daher den Campingplatz um die Ecke vor. Der Platz ist nur eine große Rasenfläche mit vielem Stromanschlüssen, sehr schön. Das Wetter hat sich komplett verändert, von 20 Grad, Sonne und wolkenlosem Himmel in Reine, zu Nebel und 12 Grad bei kaltem Wind. Wir relaxen im Nugget und Junis darf einen Film auf dem Laptop schauen. Um 23:00 Uhr reißt der Nebel auf und die Berge um uns herum werden sichtbar Ich mache einige Fotos am Strand, es ist wunderschön aber eiskalt und sehr windig.

29.07.2021 Fredvang
Wir wachen erst um 10:00 Uhr auf und die Sonne scheint. Spontan schlage ich vor einen Ruhetag einzulegen. Obwohl die Sonne scheint ist es im Wind sehr kalt. Im Windschutz vom Nugget frühstücken wir und genießen die Sonne. Später erkunden wir, warm angezogen mit Mützen und Softshelljacken, die nähere Umgebung. Die Aussichten über die grünen Wiesen zu den Bergen und auf die weißen Strände ist fantastisch, was für ein schöner Ort. Am frühen Abend hat es sich wieder komplett zugezogen und so verbringen wir den Abend im Nugget und gucken Miss Marple auf dem Laptop.






30.07.2021 Fredvang – Utakleiv, 80 km

Wir verlassen Fredvang und die Insel Moskenesøya über die Brücke zur E10 und biegen aber gleich wieder ab, nach Nesland. Nach einer kleinen Siedlung geht die Straße in Schotter über bis wir nach 8 km Nesland erreichen. Der Ort ist, laut Reiseführer, nicht mehr dauerhaft bewohnt aber sehr gepflegt und alle Häuser sind gut in Schuss. Wir verbringen einige Zeit auf den Felsen und genießen die wärmere und windstillere Ostseite der Lofoten. Die Möwen werden nervös und schlagen Alarm, ein Weißkopfseeadler schwebt vorbei und landet weit oben auf einem Felsen. Meine Versuche ihn zu fotografieren sind nur mäßig erfolgreich, für mein 400er Telezoom ist er doch etwas zu weit weg. Wir fahren weiter und stoppen noch einmal in Ramberg aber die Sonne ist auf der Westseite immer noch hinter den Wolken versteckt. Nur ein kleines Stück weiter ist der Strand von Flagstaf den ich noch schöner finde. Etliche dick in Neopren eingepackte Leute versuchen sich als Surfer aber nur wenige haben mal ein Erfolgserlebnis in dem 12° C kalten Wasser. Unser nächster Stopp ist in Nusfjord. Das alte Fischerdorf ist nur noch ein Museumsdorf und eine Touristenattraktion aber eine lohnenswerte. Die alten Fischerhütten, Robeur, sind heute zum Übernachten umgebaut. Der Landhandel beherbergt ein Restaurant. In der alten Bäckerei gibt es leckere Zimtschnecken wie Anno 1877. Die 10 Euro Eintritt je Erwachsenen sind zwar viel aber das Ambiente des Ortes lassen es verschmerzen. Wir steuern nach unserem Besuch in Nusfjord den Storsandenes Beach an. Eine kleine Sandbucht neben einer hohen Felswand. Leider kleben die Wolken an dieser Wand. Hier ist es möglich auf dem Parkplatz eine Nacht kostenlos zu verbringen. Wir brechen aber gleich wieder auf und steuern den Haugland Strand an. Dieser Strand zählt sicher zu einem der schönsten Strände auf den Lofoten. Die Nacht auf dem Parkplatz kostet 16 Euro, Toiletten sind vorhanden aber man steht dicht an dicht. Wir fahren durch den Tunnel zum Utakleiv Strand. Hier kostet die Nacht zwar 25 Euro, dafür steht man aber weitläufiger auseinander umgeben von Schafen. Man muss nur aufpassen nicht in die Schafkacke zu treten. Der Strand und das Panorama drumherum ist phänomenal. Leider kann sich die Sonne nicht richtig gegen die Wolken durchsetzen.

31.07.21 Utakleiv – Hov Camping, 99 km
Der Morgen ist bedeckt, kühl aber trocken. Wir gehen vor der Abfahrt noch für eine Stunde an den Strand und fahren um 13:00 Uhr ab. Es geht zurück zur E10 und wir genießen die tolle Landschaft. Das Navi bzw. die Verbindung zwischen Handy und Auto hat sich aufgehängt und prompt fahre ich am Abzweig nach Gimsøya vorbei. Wir machen dafür eine kleine Pause an der Bucht des Rørvikstranda direkt am Abzweig nach Henningsvær. Da wir schon mal da sind fahren noch bis zum Ende der Straße nach Henningsvær. Henningsvær ist wieder einer dieser typischen Lofoten Orte die entsprechend viele Touristen anziehen. Zwei große Parkplätze bieten am Ortseingang ausreichend Platz für Autos und Wohnmobile. Wir kaufen im Supermarkt ein und schlendern dann durch den kleinen Ort. Da Henningsvær nur durch eine Straße zu erreichen ist muss man diese auch wieder zurückfahren. Die 2 Brücken am Ortseingang sind einspurig und per Ampel gesteuert. Die Straße ist auch nur 1,5 spurig und mit etlichen Ausweichbuchten versehen. Wir fahren bis zum Abzweig nach Gimsøya zurück. Ich mache an der Kirche direkt am Strand einige Fotos, dann fahren wir noch ein Stück weiter bis zum Hov Camping. In dieser Gegend ist Freistehen kaum möglich. Entweder ist es ausdrücklich verboten oder es ist Privatgelände. Der Hov Camping ist Reiterhof, Restaurant und Campingplatz. Oberhalb der Straße mit Strom, unterhalb ohne Strom, dafür direkt am weißen Strand. Der Ausblick lässt den Preis von 30 Euro verschmerzen.

01.08.2021 Hov Camping – Hovden, 183 km
In der Nacht wachen Sonja und ich gleichzeitig auf und beobachten den Sonnenuntergang um 2:55 Uhr. Ich mache ein paar Fotos aus der Dachluke heraus, anschließend schlafen wir zum Glück wieder ein. Zum Frühstück scheint die Sonne aber es ist kalt und windig, daher frühstücken wir im Nugget. Vom Hov Camping geht’s zurück auf die E10 und so kommen wir automatisch in Svolvær vorbei. Wir machen einen kleinen Stadtbummel und gönnen uns einen richtigen Cappuccino in einem Café. Nach unserer kleinen Tour durch Svolvær fahren wir nach Fiskebø und von dort mit der Fähre nach Melbu auf die Vesterålen. Keine Ahnung was die halbstündige Überfahrt kostet, es wird nur das Kennzeichen eingescannt und der Betrag wird später von der Kreditkarte abgebucht, da ich mich vorab schon bei EPass24 registriert habe. Von Melbu fahren wir noch ein ganzes Stück bis Hovden. Der Ort kommt einem ein bisschen vor wie das Ende der Welt. Die Fahrt dorthin ist landschaftlich beeindruckend aber leider verregnet. Wobei es das erste Mal auf unserer Reise regnet. In Hovden gibt es einen sehr einfach ausgestatteten Stellplatz, die zwei Toiletten sind in einem Anhänger untergebracht und es gibt die Möglichkeit seinen Müll zu entsorgen das wars, dafür kostet er nur 10 Euro die man einen Kasten werfen muss. Mit unserem Nugget können wir oben auf den Dünen parken und haben somit freien Blick aufs Meer. Die Sonne lässt sich am Abend auch noch einmal blicken und ich kann einige Fotos machen.

02.08.2021 Hovden – Myre, 73 km
Der Morgen in Hovden ist mit 8°C kalt, windig und regnerisch. Wir verlassen Hovden gegen Mittag ohne uns großartig draußen aufgehalten zu haben. Kurz nach dem Ort sehen ich einen Seeadler und stoppe, da entdecke ich auch noch einen zweiten. Ich schraube schnell das Telezoom auf die Kamera, mache ein eher schlechtes Foto und habe die beiden auch schon wieder aus dem Auge verloren. Im Regen fahren wir weiter. Leider regnet es immer noch wie aus Kübeln als wir wieder am schönen Ănnfjorden vorbeifahren. Da hätte ich besser gestern noch ein paar Fotos gemacht, da war die Sicht noch halbwegs gut. In Frøskeland biegen wir auf die FV 821 ab und fahren bis Myre. Bauarbeiten versperren die Zufahrt zum Campingplatz, daher machen wir erst einmal eine Pause am Hafen. Der Campingplatz ist direkt am Fjord gelegen. Mit 26 Euro ist er incl. Strom und warmen Duschen recht günstig, zumal die Duschen die schönsten auf unserer Reise sind. Im Waschhaus gibt es 4 kleine Badezimmer mit Waschbecken, Dusche und WC. Dies noch recht neu und super sauber.

03.08.2021 Myre – Notvann Camping, 165 km
Das schlechte und vor allem kalte Wetter zerrt an unseren Nerven. Junis mag den Nugget gar nicht mehr verlassen. Wir überlegen hin und her wie wir jetzt weiterfahren. Letztendlich entscheiden wir uns weiter in Richtung Süden zu orientieren und nicht noch bis nach Bleik zu fahren. Wir wollen auf der RV 83 in Richtung Narvik fahren. Die Fähre von Flesnes nach Revnes ist aber gerade unterwegs und die nächste Abfahrt ist erst in 45 Minuten. Wir fahren zurück zur E10 und entschließen uns kurz vor Lødingen spontan die Fähre nach Bognes zu nehmen. Die Fähre steht schon parat als wir den Anleger erreichen aber wir passen leider nicht mehr mit drauf und müssen auf die nächste Fähre warten. Nach ca. 1 Stunde Fährfahrt erreichen wir Bognes und setzen nun die Fahrt auf der E6 in Richtung Süden fort. Wir übernachten im Nirgendwo auf dem Notvann Campingplatz an der E6, der Platz kostet 30 Euro incl. Duschen.


04.08.2021 Notvann Camping – Storvik, 245 km

Erst um 12:00 Uhr fahren wir los und folgen der E6 bis Fauske. Die Strecke ist bergig und teilweise auch recht kurvig, die Landschaft durchgehend faszinierend. In Fauske treffen wir wieder auf ein Teilstück unseres Hinweges zu den Lofoten. Diesmal fahren wir aber nicht ganz bis Bodø, sondern biegen vorher auf die E17 ab, den Helgelandkysten Weg. Nach wenigen Kilometern erreichen wir den Saltstraum, den größten und stärksten Gezeitenstrom der Welt. Wir fahren nun weiter auf der FV17 und wollen uns einen Übernachtungsplatz suchen. Letztendlich werden es noch 70 km bis wir Storvik erreichen. Wir finden den in der Park4Night App vorgeschlagenen Platz oberhalb des kleinen Hafens und direkt am Strand gelegen. Später finden sich noch zwei weitere Wohnmobile ein die hier auch die Nacht verbringen wollen.



05.08.2021 Storvik – Kvina, 112 km

Als wir aufwachen tröpfelt der Regen auf unser Dach, hört aber bald wieder auf. Sonja wagt ein kurzes Bad im Meer. Respekt bei 15°C Außentemperatur und 14°C Wassertemperatur. An der Tankstelle im Ort lassen wir unser Grauwasser und füllen Frischwasser auf. Ein netter Norweger aus Hammerfest lässt uns sogar vor, obwohl er noch gar nicht fertig ist. Weiter geht’s auf der FV17 in Richtung Süden. Wir durchqueren den 7.624 Meter langen Svartisentunnel und stoppen kurz danach am Aussichtspunkt auf den Svartisen Gletscher. Wiederum nur ein paar Kilometer später stehen wir am Fähranleger von Forøya nach Ågskardet. Nur 25 km später erreichen wir schon die nächste Fähre, von Jetvika nach Kilboghamn. Die Fahrt dauernd dauert ca. 1 Stunde und bietet ein tolles Panorama. Auf der Fährüberfahrt überqueren wir auch wieder den Polarkreis, ein metallener Globus an Land markiert den Punkt. Auf der Fähre unterhalten wir uns mit einem netten Holländer der mit seinem Motorrad auf dem Weg zurück vom Nordkap ist und dabei auch die Lofoten besucht hat. Nachdem die Fähre den Anleger erreicht hat fahren wir nur noch ein kurzes Stück auf einen Wohnmobilstellplatz in Kvina. Praktisch, direkt nebenan ist ein Supermarkt. Direkt am Platz hat man ein tolles Panorama auf den kleinen Sportboothafen und den dahinter aufragenden Berg.

06.08.2021 Kvina – Stokka, 133 km
Der Sommer ist zurück, blauer Himmel und Sonnenschein am Morgen. Da kann ich doch tatsächlich meine kurze Hose wieder rausholen. Wir frühstücken endlich mal wieder draußen und genießen das Wetter. Die Fahrt auf der FV17 lassen wir heute gemütlich angehen. Stoppen an den Aussichtspunkten, machen eine Pause am Strand, wo Junis und Sonja sogar ein kurzes Bad nehmen. Mir langt es nur kurz die Füße reinzuhalten. An einem Aussichtspunkt hat man nach einem kleinen Spaziergang auf die Felsen ein überwältigendes Panorama mit Blick über den Fjord. Von dort oben sehe ich einen Delphin oder kleinen Wal.
Von Nesna nach Levang steht wieder eine Fahrt mit der Fähre an. Kurz vor Sandnesjøen spannt sich eine riesige Drahtseilbrücke über den Fjord. Wir fahren noch ein kleines Stück bis zum Campingplatz der zwischen dem kleinen Flughafen und dem Meer liegt. Man hat zum Einen einen guten Blick auf die Bergkette „Die sieben Schwestern“ und zum Anderen einen tollen Blick aufs Meer. Wir finden noch einen Platz auf einer Felsplatte mit freiem Blick aufs Meer. Der Abend wird von einem fantastischen Sonnenuntergang gekrönt.

07.08.2021 Stokka – Torghatten, 73 km
Der Morgen startet windig und der Gang zur Toilette treibt uns aus dem Bett. Schon vor elf sitzen wir fertig im Nugget und setzen unsere Fahrt fort. Nach meiner Recherche geht die Fähre von Tjotta nach Forvika erst um 13:05 Uhr und somit haben wir noch 2 Stunden Zeit als wir am Fähranleger ankommen. Sonja und Junis spazieren gemütlich in den Supermarkt und ich frage doch noch einmal nach der nächsten Fähre. Tatsächlich fährt diese schon um 11:55 Uhr. Mir bleibt es ein Rätsel wie die Fahrpläne richtig zu lesen sind. Als die Fähre ankommt sind die beiden immer noch im Supermarkt. Ich laufe schnell hin und hole die beiden, weil auch die Einschiffung direkt beginnt. Nach einer Stunde erreichen wir Forvik und fahren direkt die 16 km nach Andalsvågen zur nächsten Fähre. Diese fährt nur 15 bis 20 Minuten. Von Horn geht es bis Mossen und hier verlassen wir die FV17 und fahren zum Torghatten, den Berg mit dem Loch. Der dortige Campingplatz ist riesig aber schön gelegen und ein sehr guter Ausgangspunkt für die Wanderung zum Torghatten. Das Preisgefüge ist ambitioniert von 35 Euro ohne Strom bis 55 Euro mit Strom und schöner Aussicht. Dafür gibt es nur 3 Duschen für den ganzen Platz, der sicher 200 Stellplätze hat. Die Camperkitchen ist die übelste unserer ganzen Reise. An der Badestelle liegen dafür zwei Kanadier zur Benutzung, Junis gefällt das Paddeln im abgetrennten Nichtschwimmerbereich. Gegen 18:00 Uhr mache ich mich zum Loch im Berg auf. Sonja und Junis bleiben am Wasser, da Junis keine Lust hat mit zu gehen. Der Aufstieg zum Loch ist etwas anstrengend aber schon nach 20 Minuten steht man am Eingang der riesigen Felshöhle. Auf der anderen Seite geht es steil bergab und auf dem steinigen Pfad muss man vorsichtig voran gehen. Man ist aber trotzdem relativ schnell wieder unten und erreicht einen geschotterten Weg. Von dort hat man einen guten Blick auf den Berg mit dem Loch. Am Abend gehen wir alle drei noch einmal vom Campingplatz aus dorthin um den Sonnenuntergang zu sehen aber dieser verschwindet leider hinter einem entfernten Felshügel.

08.08.2021 Torghatten – Fjukstad Camping, 161 km
Nach dem Frühstück laufen wir drei noch einmal zusammen zum Felsloch. Diesmal steigen wir aber den gleichen Weg wieder bergab. Es geht zurück zur FV17 und der angekündigte Regen setzt ein. Von Vennesund nach Holm geht es wieder mit der Fähre aber es sind so viele Fahrzeuge da, dass wir nicht mehr mitkommen. Die nächste Fähre kommt aber schon bald. Kurz hinter Kjelda verlassen wir die FV17 und fahren weiter auf der FV 802 und FV 771. Wir sind fast alleine unterwegs auf diesen Nebenstrecken und wir genießen die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft. Unser Ziel ist ein abgelegener Campingplatz auf der Insel Ytter-Vikna. Eine Fähre müssen wir nicht nehmen, da die Vikna Inseln über Brücken miteinander verbunden sind. Der Campingplatz ist wunderbar an der Schärenküste gelegen. Der Check-In ist einfach, man legt das Geld in einen Umschlag, mit 15 Euro plus 5 Euro für Strom ist der Platz relativ günstig. Es sind erstaunlich viele Deutsche auf dem Campingplatz, die dort zum Angeln sind. Zum Abschluss des Tages gibt es einen farbenfrohen Sonnenuntergang über der Schärenküste.

09.08.2021 Fjukstad Camping
Ein seltener Ruhetag. Da der Ort sehr schön für einen Ruhetag ist und auch das Wetter mit 20°C und Sonne passt bleiben wir einfach noch eine weitere Nacht hier. Junis hört stundenlang Hörspiel und tollt dann ebenso lange im Neoprenanzug durchs Wasser und spielt mit einem gefundenen Kescher. Zur Krönung des Tages bekommen wir von unseren Camp Nachbarn zwei riesige Stücke Seelachsfilet geschenkt, die sie zuvor gerade frisch aus dem Meer geangelt haben. Der Sonnenuntergang fällt aber leider aus, um 21:00 Uhr zieht dichter Seenebel auf.






10.08.2021 Fjukstad Camping – Hoøya, 191 km

Der Seenebel hält sich auch noch hartnäckig am nächsten Morgen. Wir fahren ein letztes Mal mit einer Fähre und treffen dann wieder auf die FV17. Inzwischen ist die Sonne wieder herausgekommen. An Namsos vorbei geht es weiter in Richtung Steinkjer. Die Landschaft ist heute wieder lieblicher geworden und große Weizenfelder beherrschen die Flächen neben der Straße. Wir haben uns einen Parkplatz eines Erholungsgebiets und Badeplatz als Übernachtungsort ausgeguckt. Für 3,60 Euro kann man 24h parken. Es gibt viele Picknickbänke, sehr gute saubere Toiletten und etliche Grillplätze. Der perfekte Ort zum Freihstehen.





11.08.2021 Hoøya – Tynset, 307 km

Vom Hoøya Badeplatz sind es nur ein paar Kilometer bis Steinkjer und wir treffen wieder auf die E6. Vor Trondheim machen wir einen Abstecher zur Festung Steinvikholmen. Die Festung liegt auf einer kleinen Insel die über eine Fußgängerbrücke zu erreichen ist im Trondheim Fjord. Hier kann man für 10 Euro auch über Nacht stehen aber wir müssen noch ein paar Kilometer machen. Nach einer langen Pause an der Festung fahren wir weiter auf der E6 an Trondheim vorbei und in Richtung Oppdal. Diesmal verlassen wir aber vor Oppdal die E6 und biegen auf die E3 ab. Auch diese ist landschaftlich interessant aber etwas weniger befahren. In Tynset kehren wir am Abend auf einem Campingplatz ein.





12.08.2021 Tynset – Hvalstjern Badeplass, 328 km

Von Tynset fahren wir nun die FV 30 in Richtung Süden, auf dieser Nebenstrecke sind wir fast alleine unterwegs. Kurvig schlängelt sie sich durch die Wälder, an Seen und Feldern vorbei. Auch dies ist eine schöne Motorradstrecke. Wir machen eine längere Pause an einem See, Junis badet und ich versuche die Libellen zu fotografieren aber diese sind so unruhig und flink das es mir nicht wirklich gelingt. Hinter Koppang trifft die FV 30 wieder auf die E3. Weiter geht es in Richtung Süden und irgendwann treffen wir wieder auf die E6. Am späten Nachmittag suche ich nach einem Übernachtungsplatz und laut Google gibt es einen schönen Campingplatz 20 Minuten entfernt abseits der Hauptroute gelegen. Über kleine Nebenstrecken erreichen wir den Punkt aber wir stehen am Eingang einer Privatstraße, komisch. Vielleicht ist der Campingplatz nur für Wanderer erreichbar, also fahren wir weiter. Nach ein paar Kilometern ist ein Badeplatz ausgeschildert und dies ist auch oft eine gute Gelegenheit zum Übernachten. Der Hvalstjern Badeplass ist im Winter scheinbar auch ein großes Ski Langlaufgebiet. Der Parkplatz ist riesig und die Loipen sind zum Teil geteert und beleuchtet. Jetzt ist am frühen Abend aber nicht mehr viel los, hauptsächlich sind noch Spaziergänger mit ihren Hunden unterwegs. Wir verbringen auf dem Parkplatz eine ruhige Nacht und sind ganz alleine.

13.08.2021 Hvalstjern Badeplass – Haverdalstrand, 428 km
Sonja startet den Tag mit einem Bad im See und ich mache den Nugget in der Zeit wieder abfahrbereit. Es dauert eine ganze Zeit und etliche Kilometer bis wir über kurvige Nebenstrecken wieder die E6 erreichen. Nun geht es schnell in Richtung schwedischer Grenze, der Grenzübergang ist aber nicht besetzt und so geht es ohne Stopp einfach weiter, im Gegensatz zum Stau der Leute die nach Norwegen einreisen wollen. Weiter geht es auf der E6 vorbei durch Göteborg. Am Nachmittag suche ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit und wir steuern den Skea Strand in Falkenberg an. Dort gibt es am nördlichen Ende des Strandes einen kostenlosen Parkplatz und auch einen Wohnmobilparkplatz aber das Ambiente neben Industriehallen ist nicht so schön und leider stinkt es auch sehr nach Algen. Junis wünscht sich einen Campingplatz mit einer schönen Toilette. In dieser Ecke gibt es einige Campingplätze aber diese sind alle recht teuer. Ich gucke einen mittelpreisigen aus und wir bekommen einen Stellplatz am Rande der Dauercamper, der für unseren kleinen Nugget schön großzügig ist. Der Strand ist nach einem kleinen Spaziergang zu erreichen und wir verbringen einige Zeit dort bis ein aufziehendes Gewitter uns zum Rückzug animiert. Wir schaffen es gerade noch rechtzeitig, bis der Regen richtig loslegt. Den regnerischen Abend verbringen wir gemütlich im Nugget bei einer Folge Miss Marple.

14.08.2021 Haverdalstrand – Bremen, 749 km, Gesamt 5.880 km
Heute wollen wir bis nach Bremen durchfahren, dann haben wir morgen noch einen Tag zum Relaxen bevor wir wieder am Montag arbeiten müssen. Da am Samstag immer der Abreise Tag der Ferienhausurlauber aus Dänemark ist und wir dann gemeinsam mit diesen im Stau stehen, spätestens vorm Hamburger Elbtunnel, ist mein Plan hinter der Reisewelle hinterher zu fahren. Um 11:00 Uhr fahren wir vom Campingplatz an den Strand und stürzen uns in die Wellen der Ostsee. Erst um 13:00 Uhr starten wir mit der Rückfahrt. Der Wind der für die tollen Wellen an der Ostsee gesorgt hat rüttelt jetzt ordentlich an unserem Camper. Mit dem Hochdach ist man ein leichtes Opfer. Etwas unangenehm wird es auf der Öresundbrücke und ich fahren nur mit 80 km/h darüber. Die Müdigkeitswarnung des Nugget mahnt zu einer Pause, dabei bin ich noch ganz wach und die eierige Fahrweise ist nur dem Wind geschuldet. Den dänischen Grenzern ist das Wetter wohl auch zu ungemütlich und somit fällt die Einreise Kontrolle aus. Mein Plan geht genau auf. Ohne Stau geht es durch Dänemark, über die Grenze nach Deutschland und auch vor dem Elbtunnel hat sich der Stau des Nachmittags aufgelöst. Um 22:00 Uhr sind wir wieder zu Hause in Bremen angekommen. Eine tolle Reise ist nun leider zu Ende aber wir sind um viele tolle Eindrücke und Bilder im Kopf reicher.