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Nach einer überteuerten Fahrt mit dem Autoreisezug, in ziemlich alten Wagons, erreichten wir nach einer eher schalflosen Nacht vormittags Villach. Immerhin hatten wir uns so rund 1.000 km Anreise gesparrt und 2 Urlaubstage, da wir sonst sicher nicht 1.000 km Autobahn am Stück gefahren wären. Wenn doch die Urlaubs-Express Liegewagen so schön wären wie die der ÖBB. Dafür empfing uns bestes Sommerwetter in Villach. Über die kleinen Passstraßen Schaidasattel und Paulitschsattel ging es nach Slowenien. Unsere erste Nacht verbrachten wir in Maribor. Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Kroatien. Irgendwo im Wald haben wir die Grenze überquert, es stand noch nicht einmal ein Schild an der Straße. Man hat es nur an den Nummernschilder der Autos im ersten Dorf nach der Grenze erkannt. Es wurde nun flacher und es ging ein größeres Stück durch Ungarn bevor wir noch einmal nach Kroatien einreisten.
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In Batina direkt an der serbischen Grenze fanden wir ein tolles Hotel, oben auf dem Berg, mit weitem Blick über die Ebene unter uns mit der Donau. Nach einem recht warmen Tag war der Pool ein herrliche Abkühlung.
Am Morgen ging es hinüber nach Serbien. Die Einreise war unkompliziert, Personalausweis und Fahrzeugpapiere wurden kontrolliert und unser Reiseziel erfragt.
Der Norden Serbiens ist flach wie Norddeutschland, mit Getreide und Maisfeldern und langen Straßen geradeaus. Unterbrochen von Dörfern die so ähnlich wie in Ungarn oder Rumänien aussehen. Die 35 Grad machten den Ritt durch die Prärie nicht erträglicher. Umso mehr freuten wir uns über die Hügel kurz vor der rumänischen Grenze. Die Einreise aus dem EU Ausland nach Rumänien war dann etwas aufwendiger. Perso vorzeigen bei der Grenzpolizei, dann Fahrzeugpapiere beim Zoll, Fragen nach Drogen, Waffen usw.
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Vom Grenzübergang Kaludjerovo ging es die DN57 hoch und runter zur Donau hinab. Neuer Asphalt und super Kurven als Entschädigung für den langweiligen Transit durch Serbien. In Coronini fanden wir ein Hotel mit Pool direkt an der Donau. Ein schöner Ausklang für den Fahrtag, ein kaltes Ursus am Pool und ein toller Sonnenuntergang.
Die Mraconia Bucht mit der Statue des Decebalus haben Olaf und ich schon damals schon bei unserer ersten Enduromania 2003 besucht. Die Souvenir Buden und Restaurants entlang der Straße gab es damals alle noch nicht. Nach ein paar Fotos ging es weiter nach Orsova. Dann ein Stück die überfüllte E70 hoch und ab Băile Herculane die 67D in neue unbekannte Rumänien Regionen. Am Nachmittag zog dann ein Gewitter auf und wir buchten schnell ein Hotel in Târgu Jiu, dass wir mit den ersten Regentropfen erreichten.
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Am nächsten Morgen hatte sich der Regen zunächst verzogen und wir starteten die Anfahrt zur Transalpina. Leider fing es noch vor der Passhöhe an zu regnen, was den Ausblick etwas trübte. Erst unten im Tal entlang des Sebeş war es wieder trocken und wir konnten die Kurvenhatz richtig genießen. Als wir Sibiu erreichten zog schon wieder das nächste Gewitter auf, daher nahmen wir erneut relativ früh ein Hotel. Nach dem Starkregen klarte es wieder auf und wir hatten einen schönen Abend in der sehenswerten Altstadt von Sibiu.
Der neue Tag startete wieder mit Sonne und es ging auf die Transfăgărăşan Straße. Ein landschaftliches Highlight. Da es ein Wochentag war zum Glück mit wenig Verkehr. Im südlichen Teil sahen wir tatsächlich auch zwei Bären. Später zog dann erneut ein Gewitter auf, das wir in einer Pizzeria in Argeş aussaßen.
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Anschließend fuhren wir noch ein ganzes Stück in Richtung Bran und quälten uns durch eine unendliche Ortschaft Baustellen Kombination. Im Hotel trafen wir auf eine sympathische Gruppe albanischer Motorradfahrer die uns erstmal mit einem Schluck selbstgebrannten Schnaps begrüßten. Am Ende wurde es ein geselliger Abend mit noch mehr Schnaps bis spät in die Nacht.
Das Schloss in Bran war uns zu touristisch, wir stoppten dort nur für ein kurzes Foto. Nach Braşov ging es über auf der 1E durch Poina Braşov hinab in die Stadt, eine herrliche Kurvenstrecke. Dann ging es ersteinmal lange geradeaus. Die Bicaz Schlucht war noch ein Highlight des Tages aber viel kürzer als gedacht. Am Bicaz Stausee buchten wir eine nette Pension, die Anfahrt dorthin wurde uns durch eine 20 Kilometer Kurvenparty auf der DN15 versüßt.
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Der nächste Tag führte uns entlang des Ceahlău National Park und weiter in Richtung Norden über die Transrarău Straße. Weiter ging es über die Passhöhe Pasul Prislop bevor es wieder durch ewig lange Ortschaften ging. Spontan quartierten wir uns auf der kleinen Passhöhe Pasul Setref in ein Hotel ein.
Für den kommenden Tag hatten wir uns nur eine kurze Strecke bis Turda vorgenommen, wo wir für 2 Nächte ein Hotel gebucht hatten. Den Nachmittag relaxten wir am Pool und an unserem Ruhetag besuchten wir das ehemalige Salzbergwerk Salina Turda.
Unser letzter Fahrtag in Rumänien führte uns über die erst 2023 geteerte Strecke Transapuseana, vom Zustand der Straße und der Landschaft drumherum ein weiteres Highlight. Auch die Strecke durch den Naturpark Apuseni ist sehr empfehlenswert. In Oredea beendeten wir den letzten Tag in Rumänien.
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Ungarn durchquerten wir überwiegend über die Autobahn bevor es durch die Slowakei und durch Tschechien ging. Wieder in Deutschland angekommen ging es noch durch das Erzgebirge und den Thüringer Wald. Auch hier gab es noch einmal tolle Ausblicke und beste Landstraßen. Der letzte Tag führte uns durch das Weserbergland bevor wir die Norddeutsche Tiefebene erreichten und die letzten Kilometer bis nach Bremen abspulten. 5.085 km zeigte mein Tacho am Ende der Tour an, ohne Autoreisezug wären es rund 1.000 km mehr gewesen.
Rumänien hat mich einmal mehr begeistert. Nur die teils ewig langen Ortschaften nerven und die häufig absurden Geschwindigkeitsbeschränkungen an die sich natürlich niemand hält. Alle bereisten Länder auf dieser Tour erwiesen sich als völlig unkompliziert was Hotels und Restaurants anging. Mit Englisch kommt man in der Regel gut zurecht. |
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