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Nach der norddeutschen Tiefebene ist das Weserbergland die erste kurvenreiche Gegend die wir erreichen können, der erste Tag endete in der Nähe von Göttingen. Von dort gelangt man sehr gut über Nebenstrecken in den Thüringer Wald. Leider regnete es teilweise ordentlich und auf fast 1.000 Meter Höhe am Rennsteig vorbei wurde es doch recht kühl, auch wenn sich die Sonne inzwischen gelegentlich zeigte. In der Oberpfalz waren die Temperaturen wieder angenehm und am frühen Abend überquerten wir noch die Grenze zu Tschechien. Wir erreichten über eine einsame Strecke durch den Wald Marienbad und unser einfaches Hotel mit gutbürgerlicher Küche und gutem tschechischem Bier.
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Am nächsten Tag setzten wir unsere Tour, auf kleinen Nebenstrecken, durch den Böhmerwald fort. Wieder in Bayern angekommen ging es auch überwiegend auf Nebenstrecken weiter aber diese sind oft ausgebaut wie Hauptverbindungsstrecken. In Österreich ging es in Richtung Mondsee. Da noch Ferien waren und zudem Wochenende, war einiges los. Die Mautstrecke der Postalmstraße hoch auf die Postalm war zum Glück wieder ziemlich leer, so wie ich Nebenstrecken mag. Die Nordseite der Passstraße bietet nicht viele Aussichten, da ziemlich zugewachsen. Die Südseite bietet aber gerade im unteren Bereich einen tollen Ausblick. In Voglau beendeten wir den Tag in unserem unterwegs gebuchten Hotel.
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Die überschaubare Reichweite unser Monster führte am nächsten Morgen erst einmal in die entgegengesetzte Richtung zum Tanken. Auf dem Weg zurück erwischten wir eine nahezu freie Strecke. Auf den weiteren Kilometern setzten wir uns an mehreren Baustellenampeln in die Poleposition und hatten dadurch keinen Verkehr vor uns. Ich hatte bei der Planung nicht vor Augen, dass wir am Tourihotspot Hallstadt vorbei kommen sollten. Den Ort schauten wir uns einige Kilometer später aus der Ferne vom Seeufer aus an. Wir fanden anschließend über den Sölkpass und den folgenden Strecken etliche verkehrsarme Straßen bis wir irgendwann Villach erreichten. Am Fuße des Wurzenpass suchten wir bei booking.com nach einer Unterkunft, die wir dann aber ganz oldschool über ein Hinweisschild am Straßenrand fanden. Die Pension in Tschau war allerdings auch in den 50er Jahren stehengeblieben.
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Direkt nach dem Start in den neuen Tag ging es über den Wurzenpass nach Slowenien. Der Wurzenpass war noch schön leer, auf dem Vršič-Pass war aber jede Menge los. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke aber viel zu voll mit Autos, Wohnmobilen, Radfahrern und dem ein oder anderen Bus. Umso schöner war es entlang der Soca Gas zu geben, nachdem wir die letzten Autos hinter uns gelassen hatten. Der Tag bot uns kleine enge Straßen, leere gut ausgebaute Straßen und Kurven ohne Ende. Kurz vor Ende des Tages ging die Strecke auf einmal in eine 30 Kilometer lange Schotterstrecke über. Glücklicherweise war sie aber in einem top Zustand und somit auch für unsere Ducatis keine zu große Qual. Trotzdem war es schön auf den letzten Kilometern zu unserem Hotel im Süden Sloweniens wieder Asphalt unter den Reifen zu haben.
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Die zweite Hälfte unser Slowenien Runde bot auch wieder jede Menge Kurven über Nebenstraßen aber es ließ sich nicht ganz vermeiden auch durch flachere Gebiete und dicht besiedelde Gebiete zu fahren. Das war dann schon teilweise etwas nervig, besonders wenn man denkt endlich die Hauptstraße und den größeren Ort hinter sich gelassen zu haben, um dann vor einer Baustelle zu stehen die man nicht durch- oder umfahren kann. Dann ging es wieder zurück und 20 km mit vielen, vielen Autos auf der Umleitungsstrecke. Aber dann kam die 403 in Richtung Tolmin zur Versöhnung und zum Abschluss des Tages, mit noch einmal vielen herrlichen Kurven. In Most na Soči suchten wir nach einem Tankstopp über booking.com ein Hotel in der Nähe, fanden aber nichts bezahlbares. Somit machten wir einen Abstecher nach Italien. Dummerweise fing es an zu regnen aber es waren nur rund 50 km zu fahren.
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Auch der Morgen in Italien begann mit Regen und wir machten für einen zweiten Cappuccino einen Stopp in Bovec und warteten das Ende des Regens ab. Die Straßen blieben anfangs noch nass als wir über den Predil Pass wieder nach Italien fuhren. Dann ging es direkt nach Österreich, quer durch, über Obertauern bis nach Vorchdorf. Der vorletzte Fahrtag startete erst über kleinste Nebenstrecken bis zur deutschen Grenze an der Isar. In Bayern waren die Nebenstrecken oft erstaunlich groß ausgebaut, Ingolstadt und Würzburg wurden großräumig links liegen gelassen und der Tag endete in Michelau an der fränkischen Saale. Am nächsten Tag standen die letzen 468 km auf dem Plan. Die Strecke ging geradewegs, über nun wieder kleinere Nebenstrecken, nach Norden. Im Weserbergland wurden wieder die letzten richtigen Kurven mitgenommen bis die Tour am späten Nachmittag in Bremen endete.
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